Was ist ein Kontenrahmen – und warum braucht ein Verein einen?

Buchhaltung bedeutet im Kern: jede Ein- und Ausgabe wird einem bestimmten Konto zugeordnet. „Mitgliedsbeiträge", „Raummiete", „Vereinskasse" – das sind Konten. Damit Steuerberater, Finanzamt und Prüfer diese Konten verstehen, ohne jeden Verein einzeln zu fragen, gibt es Standardkontenrahmen: verbindliche Nummernschemata, die festlegen welches Konto welche Nummer trägt.

Ohne einen Standardkontenrahmen müsste der Steuerberater bei jedem Mandanten neu lernen was „Konto 100" bedeutet. Mit einem Standard liest er die Buchhaltung wie eine bekannte Sprache.

Der Unterschied zwischen Kontenrahmen und Kontenplan ist dabei wichtig: Der Kontenrahmen kommt von DATEV und umfasst alle möglichen Konten. Der Kontenplan ist die Auswahl, die euer Verein tatsächlich nutzt – in der Regel ein Bruchteil des Gesamtrahmens, abgestimmt mit dem Steuerberater.

Welche Kontenrahmen gibt es für Vereine?

DATEV pflegt mehrere Standardkontenrahmen für verschiedene Organisationstypen. Für Vereine und gemeinnützige Körperschaften sind drei Namen relevant: